ENERTRAG Betrieb und Service: Der „Pre-Check“ für Weiterbetrieb 20+

Michael Dahm

Um Anlagen der Erneuerbaren Energien weiterbetreiben zu können, braucht es geeignete Konzepte und Methoden, die bereits im Vorfeld abgrenzen können, ob sich ein Weiterbetrieb überhaupt noch lohnt. Welche Infos es dafür braucht, warum die Zusammenarbeit zwischen ENERTRAG Betrieb und Service  für Kunden lohnenswert ist und welche Rolle der „Pre-Check“ dabei spielt, erläutert Michael Dahm, Geschäftsführer bei ENERTRAG WindStrom.

 

Michael, du verantwortest u.a. den kontinuierlichen Ausbau der Inspektionsstelle bei ENERTRAG Betrieb. Seit vergangenem Jahr unterstützt ihr Anlagenbetreiber auch beim Thema „Weiterbetrieb 20+“. Hierfür habt ihr gemeinsam mit ENERTRAG Service ein spezielles Produkt entwickelt. Was macht die Zusammenarbeit so wertvoll für den Kunden?

 

Auch wenn wir an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette bei ENERTRAG arbeiten, zeugen vergangene Projekte von unserer erfolgreichen Zusammenarbeit. Neu ist aber, dass wir nun auch die Kompetenzen bei den Inspektionsdienstleistungen bündeln. Besonders gefragt sind Weiterbetriebsgutachten für DeWind-Anlagen, da viele davon schon bald das 20. Lebensjahr erreichen. Da ENERTRAG selbst viele DeWind-Anlagen betreibt, können Anlagenbetreiber hier von unserem großen Erfahrungsschatz als Marktführer für den DeWind-Anlagenservice einerseits und von dem Wissen eines großen Betreibers von DeWind-Anlagen andererseits profitieren. Wir haben Leistungsbündelung ein neues Konzept entwickelt.

 

Inwiefern profitieren Kunden ganz konkret davon?

Da Weiterbetriebsgutachten meist kostenintensiv sind, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir dem Kunden ohne Qualitätseinbußen entgegenkommen können und den Pre-Check erarbeitet. Generell ist der Erhaltungszustand vieler Anlagen so, dass ein Weiterbetrieb möglich ist und die Konstruktionen Reserven bieten. Am Ende entscheidet jedoch der Einzelfall. Im Rahmen einer detaillierten Vorabprüfung, der „Pre-Check“, werden die Informationen durch ENERTRAG Service und ENERTRAG Betrieb gesichtet und analysiert, um zu schauen, ob die Anlage grundsätzlich für den Weiterbetrieb geeignet ist und ein weiterführendes ausführliches Weiterbetriebsgutachten empfohlen wird.

 

Welches Konzept steckt hier dahinter?

Der Pre-Check bietet Anlagenbetreibern eine erste Orientierung. Wir nutzen die Serviceberichte und Auswertungen der letzten WKP. Zudem prüfen wir nach dem Ausschlussprinzip kritische Komponenten, Ereignisse und Zustände. Sollten die Grundvoraussetzungen für einen Weiterbetrieb gegeben sein, wird ein anschließendes ausführliches Weiterbetriebsgutachten empfohlen.

 

Das bedeutet, der Betreiber erhält eine solide Entscheidungsgrundlage für seine Entscheidung über Repowering oder Weiterbetrieb?

Allem voran erhält er erst einmal eine solide Einschätzung, ob sich überhaupt ein ausführliches Gutachten lohnt – zu einem vertretbaren Kostenaufwand. Der Weiterbetrieb kann für einige Betreiber ja durchaus die passende Option sein, denn viele dieser Anlagen stehen an Standorten, die aus baurechtlichen Gründen für ein Repowering nicht in Frage kommen. Eine tiefergehende Analyse des technischen Zustands der Anlagen und die Möglichkeiten zur Kostensenkung lassen sich jederzeit individuell ergänzen. Der Preis für den Pre-Check kann anschließend auf das ausführliche Weiterbetriebsgutachten angerechnet werden. Ist der Weiterbetrieb also möglich, hat man kein Geld verschenkt, sieht es damit eher mau aus, hat man die Kosten aber sinnvoll begrenzt. Und zudem arbeiten unsere Kollegen von verschiedenen Standorten aus, haben die nötige Kompetenz (Akkreditierung und Zertifizierung) und die Durchführung ist unkompliziert und geht schnell.

 

Mehr Informationen gibt es auch in Hall5 5, Stand C21 und unter windstrom.enertrag.com.

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